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„Volles Programm“ – Mitgliederversammlung und Spargelseminar am 12.Dezember 2018

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„Volles Programm“ hieß es heute am 12. Dezember 2018 bei der alljährlichen Mitgliederversammlung der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e.V. in Münster-Wolbeck. Denn nicht nur wollte der formale Teil absolviert werden, im Anschluss fand gleich die Fortbildung zur Erlangung des Sachkundenachweises im Bereich Pflanzenschutz statt. Diese effektive Nutzung des Tages fand bei den 95 Teilnehmern und 20 Ausstellern, insbesondere denjenigen mit etwas weiteren Anreisen, guten Anklang.

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In seinem Vorstandsbericht resümierte Willy Kreienbaum das Jahr 2018 aus Sicht der Spargelanbauer in Nordrhein-Westfalen. Das seit Ende April extrem heiße und trockene Wetter brachte einerseits eine sehr große Erntemenge auf einmal hervor, problematisch war aber deren Absatz, der nicht ohne Preisabschläge verlief. Als weitere Problemfelder erwiesen sich die fehlenden Arbeitskräfte und die dadurch steigenden Löhne, der immer schwieriger zu realisierende Pflanzenschutz, die allgemeinen Kostensteigerungen durch z.B. Mautgebühren und natürlich der steigende Bürokratieaufwand bei der Dünge- und Verpackungsverordnung, die ab 2019 auch für Erdbeer- und Spargelanbauer gilt.

Das Jahr 2018 bot nichtsdestotrotz auch Lichtblicke. Dazu zählt auf jeden Fall die lang herbeigesehnte Meldung von Ende August, dass Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner die 70-Tage Regelung unbegrenzt verlängert. Weiterhin erinnerte Willy Kreisenbaum an die gelungene Spargel-Saisoneröffnung mit der gut besuchten Pressekonferenz beim Biolandhof Schulze-Wethmar in Lünen und die anschließenden positiven Pressemeldungen rund um den Spargel, sowie die Hoftermine mit der NRW Spargelkönigin Christine I.

Geschäftsführerin Anke Knaup stellte im Anschluss den Geschäftsbericht vor und erläuterte die einzelnen Posten in gewohnter, für die Mitglieder transparenter Weise. Der darauffolgende positive Bericht der Rechnungsprüfer, vorgestellt von Josef Kemna, empfahl die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung. Deswegen war es keine Überraschung, dass die beiden Vorsitzenden Dirk Buchmann und Rainer Hollenbeck ohne Gegenstimmen wiedergewählt wurden. Als Rechnungsprüfer 2019 wurde Herr Wißbrock, Bielefeld gewählt. Ein durchaus emotionaler Höhepunkt war zum Ende dieses Tagesordnungspunkts die Verabschiedung von Frau Britta Domas, die nach 12 Jahren exzellenter Arbeit für die Spargelvereinigung nun andere Wege gehen wird und mit viel Applaus sowie Blumen verabschiedet wurde.

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Nach einer kurzen Pause, die von den TeilnehmerInnen intensiv zum Netzwerken und zum Besuch bei den 20 Ausstellerständen im Foyer genutzt wurde, läutete das Grußwort von Landwirtschaftskammerpräsident Karl Werring den zweiten Tagesabschnitt ein. Den eigentlichen Seminarteil eröffnete Frau Constanze Doll vom Pflanzenschutzdienst der LWK mit einem intensiven, praxisnahen und faktengespickten Vortrag zu den Eigenschaften typischer Spargelschädlinge – Spargelfliege, Spargelhähnchen, Spargelkäfer, Bohnenfliege und Spargellaus sowie diversen Pilzerkrankungen – und dem effektiven, kontrollierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

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Nachdem die erwartungsgemäß zahlreichen gestellten Fragen beantwortet wurden, ging es sofort zum Praxisteil über. Wilhelm Wortmann und Harald Kramer von der LWK demonstrierten auf dem Außengelände neue Techniken und Anwendungshinweise zum Pflanzenschutzmitteleinsatz bei Feldspritzen, im Versuchsbereich informierte gleichzeitig Michael Stuch die zweite Gruppe über neue Möglichkeiten im Bereich der Hand- und Karrenspritzen. Die Demonstrationen der drei Pflanzenschutzberater vermittelten sehr anschaulich und voller Praxistipps die umweltschonendsten und arbeitssicherheitssteigernden Technikfortschritte, der humorvolle Unterton erleichterte die Aufnahme der vielen Informationen.

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Das anschließende Mittagessen wurde wiederum intensiv zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch genutzt.

Den zweiten Seminarteil eröffnete erneut der Pflanzenschutzdienst der LWK. Andreas Vietmeier fasste die neueste rechtliche Situation im Pflanzenschutzgesetz in seinem 45minütigen Vortrag zusammen. So beleuchtete er Änderungen bei Anwender- und Arbeiterschutz, dem Schutz für Umstehende und Anwohner mit konkreten Fakten zum Thema Pufferstreifen genauso wie das Risikomanagement beim Bienen- und Bestäuberinsektenschutz und die Eindämmung der Abdriftproblematik.

Den Abschluss des Seminarteils bildete der gemeinsame Vortrag von Ralf Große Dankbar und Carsten Wenke, die neben Erkenntnissen aus ihrer Spargelberaterpraxis über verschiedene Versuche zum integrierten Pflanzenschutz im Jahr 2018 berichteten. Großes Interesse, besonders in Hinsicht auf das zunehmend unberechenbare Wetter, fanden die Ergebnisse der Unkrautunterdrückung und Boden- und Bodentemperaturverbesserung mittels Zwischenbegrünung, der umfangreiche Sortenversuch und die Versuche zur Folientemperatur. Diese Versuche werden auf jeden Fall weitergeführt und ausgebaut, um die Erkenntnisse zu vertiefen und für – hoffentlich anderes – Wetter zu validieren. Beide Fachberater regen darüber hinaus die Bildung eines Netzwerks „Zukunft Spargel“ an, in dem sich Mitgliedsbetriebe zu den Themen Kostenerfassung und -senkungen, Anbaustrategien und -techniken in kleinen Gruppen auf fachlicher Ebene austauschen können.

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Spargelkönigin Christine Hengemann ließ schließlich den intensiven Seminartag mit etwas leichterer Kost enden, sie erinnerte mit einer wunderschönen Bildershow an ihre verschiedenen publikumswirksamen Auftritte, vor allem bei den liebevoll organisierten Hoffesten der Mitgliedsbetriebe, in der vergangenen Spargelsaison 2018.

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Text und Bilder: Spargelvereinigung der Spargelbauern Westfalen-Lippe e.V./Wolfram Schubert. Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten.

 

 

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Spargel – Preisschwankungen normal

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Interview mit Willy Kreienbaum

Starke Schwankungen beim Preis und bei den angebotenen Mengen sind zum Start in die Spargelsaison normal. Willy Kreienbaum, Sassenberg-Füchtorf, Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. und der Spargelstrasse NRW, kennt dieses Phänomen seit Jahrzehnten.

Warum wurde Spargel in den letzten Tagen so günstig angeboten?

Willy Kreienbaum: Im April hatten wir ungewöhnlich hohe Bodentemperaturen. Spargel reagiert extrem stark auf diese Wärme, die Pflanzen sind sehr schnell gewachsen und das hat sich natürlich auf die Erntemenge ausgewirkt. Auf der anderen Seite haben viele Verbraucher Spargel im April noch nicht so richtig auf dem Schirm, das heißt, dass eine große Menge auf eine geringere Nachfrage trifft – so erklären sich auch die starken Preisschwankungen. Außerdem sind wir gerade jetzt in der Phase, in der die frühen Spargelsorten ihre Ertragsspitze hatten. Die stieß in diesem Jahr mit den oben erwähnten hohen Bodentemperaturen zusammen. Jetzt kommen die späteren Sorten in Ertrag und der Verlauf insgesamt wird ruhiger.

Ist diese Preisentwicklung ungewöhnlich?

Willy Kreienbaum: Nein, dieses Hin und Her ist zu Beginn der Saison ganz normal. Wenn Sie den Wetterbericht für die nächsten Tage anschauen, sehen Sie, dass wir immer noch sehr kalte Nächte mit zum Teil einstelligen Temperaturen und Tage mit deutlich über 20°C haben. Die Eisheiligen lassen bereits grüßen. Erst ab Mitte Mai erwarten wir konstantere Temperaturen und dann auch einen stabileren Verlauf.

Wann ziehen Sie Bilanz über die Saison?

Willy Kreienbaum: Der 24. Juni ist für alle Spargelanbauer der Tag der Bilanz. Am Johannistag wird der letzte Spargel gestochen, damit sich die Pflanze im folgenden Sommer wieder aufbauen kann und wir auch im nächsten Jahr noch einen guten Ertrag bekommen. Die Erfahrung über viele Jahre hat übrigens gezeigt, dass sich die Schwankungen bei den Erträgen mit rund 5 Prozent Abweichung nach oben oder unten die Waage halten. Das ist auch der Grund, warum ich nach einem so unruhigen Start in die Saison wie in diesem Jahr mit Optimismus auf die nächsten knapp sieben Wochen der Spargelsaison 2018 schaue.

Bild: Willy Kreienbaum ist Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. und ausgewiesener Experte in Sachen Marktverlauf.

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NRW: Sonniger Start in die Spargel-Saison 2018

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Am Wochenende flächendeckend schlemmen

„Zum Wochenende sollten Sie unbedingt mal im Hofladen oder beim Spargelbauern Ihres Vertrauens vorbeischauen. Die Saison beginnt jetzt. Ich denke, dass mit den nächsten warmen Tagen der Spargel in ganz Nordrhein-Westfalen flächendeckend zu haben sein wird“, erklärte Willy Kreienbaum, Sassenberg-Füchtorf, am Rande der offiziellen Saisoneröffnung in Lünen. Der Vorsitzende der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. und der Spargelstrasse NRW hat den Überblick zum Stand der Dinge beim begehrten Frühlingsklassiker vom Feld. Bei der Saisoneröffnung auf dem Bioland-Hof der Familie Schulze-Wethmar in Lünen stachen Christina Schulze Föcking, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW; Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW; Eva Kähler-Teuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW, Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine Fauns und die frisch gekrönte Christine I. die allerersten Spargelstangen des Jahres frisch vom Feld. Mit Christine Hengemann, Everswinkel, krönte die Spargelstrasse NRW zuvor ihre siebte Spargelkönigin. Die junge Frau, die von einem Spargelhof stammt, wird die Branche in den beiden nächsten Jahren auf vielen Veranstaltungen und in den Medien repräsentieren. „Warmes Wetter wird in den nächsten Tagen dafür sorgen, dass die Spargel-Mengen steigen“, ist sich Kreienbaum sicher. Dann können alle Freunde des edlen Frühlingsgemüses wieder nach Herzenslust schlemmen.

Text und Bilder: Spargelstrassse NRW. Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten.

Weitere Informationen und Bilder der Saisoneröffnung und der neuen Spargelkönigin NRW können Sie auf der rechten Seite als ZIP-Ordner herunterladen.

Bild: Ministerin Christina Schulze Föcking sticht den ersten Spargel der Saison unter den Augen der Medien, Fachleuten und Gästen, von rechts nach links: Hof-Inhaber Vitus Schulze Wethmar, Fachberater Ralf Große-Dankbar, „Christine I“, Eva Kähler-Teuerkauf, Willy Kreienbaum und Karl Werring.

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2017: Aufregendes Jahr

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Das Jahr 2017 sorgte mit einem ungewöhnlich frühen Start im März und einer Kaltphase im April bei den Spargelanbauern für ein „aufregendes Jahr“. Das bilanzierte Willy Kreienbaum, Vorsitzender Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. mit Rahmen der Mitgliederversammlung in Münster-Wolbeck. „Die großen Mengen dieser extrem frühen Ernte waren kaum zu vermarkten, weder der Handel noch die Verbraucher waren darauf eingestellt“, erklärte Kreienbaum. Für 2018 lässt sich bereits eine Rückentwicklung bei der Verfrühungstechnik feststellen, das ist auch ein bundesweiter Trend, wie Kreienbaum in Münster berichtete. „Wir müssen die Kultur mit Hilfe der Folien, der Sorten und der Bodenverhältnisse in Zukunft noch besser steuern“, meinte er. Die Spätfröste, die bei Äpfeln und Erdbeeren für viele Ausfälle sorgten, hielten sich beim Spargel in Grenzen – einigen Neuanlagen litten jedoch im sehr kalten April.

Spargelanbau unter Folie und die Umwelt – das war auch in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr ein Thema. Allerdings eines das nicht wie in Nord- und Süddeutschland für viel Aufregung sorgte. „Ich empfehle, die Flächen erst ab Mitte oder Ende Januar mit Folien abzudecken, das ist auch aus Sicht der Pflanze fachlich völlig ausreichend“, sagte Kreienbaum. Dank viel Aufklärung in der Öffentlichkeit und dem sensibleren Umgang der Betriebe ist es in NRW bislang gelungen, einen Konsens zum Thema Spargel und Folie zu finden. Der Mindestlohn ist ein weiteres Thema, das den Spargelbetrieben unter den Nägeln brennt – sie sind und bleiben vorerst auf die Saisonkräfte angewiesen weil die maschinelle Ernte des Edelgemüses nach wie vor in den Kinderschuhen steckt. Neue Entwicklungen wurden in Münster vorgestellt, doch bis sie wirklich praxisreif sind, wird noch viel Zeit ins Land gehen. Beim Mindestlohn sorgt nicht nur seine Höhe sondern auch die oft geringe Differenz zu den Tariflöhnen für die festangestellte Belegschaft für Probleme. „Wir brauchen für diesen Bereich politische Lösungen. Ich könnte mir vorstellen, dass das französische Modell bei dem es zwei verschiedene Mindestlöhne für Festangestellte und Saisonkräfte gibt, eine Lösung ist“, meinte Willy Kreienbaum.

168 Mitglieder hat zurzeit die „Spargelstrasse NRW“, das gemeinsame Internetportal der Spargelanbauer an Rhein und Ruhr. Die  Spargelstrasse NRW wird in der Öffentlichkeit immer positiver gesehen, wie Kreienbaum feststellte. Neben der modernen Internetseite ist die Spargelkönigin die wichtigste Repräsentantin der Branche. Die Amtszeit der Bielefelderin „Pauline I.“ läuft im nächsten Frühjahr aus, mehrere Bewerbungen für die Nachfolge werden im Winter vom Vorstand gesichtet.

Mit einem Fachprogramm zu vielen verschiedenen Themen für die überwiegend als Selbstvermarkter agierenden Spargelbetriebe wurde der Tag in Münster zu  einem wichtigen Forum für den fachlichen und persönlichen Austausch untereinander.

Ansprechpartner

Pressekontakt

Spargelstrasse NRW
Germaniastr. 53
44379 Dortmund

Christiane James
Telefon: 02834 984727
Telefax: 02834 984728
E-Mail: its-jam@t-online.de

Pressetexte und Fotos

Spargel-Saisoneröffnung 2018

Hier finden Sie die Pressetexte und Fotos (Quellenangabe: Spargelstrasse NRW) zur offiziellen Spargel-Saisoneröffnung vom 11. April 2018 in Lünen. Weitere Bilder folgen.

 

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