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Gute Nachrichten – Saisoneröffnung am 7. April 2022 in Delbrück

Es gibt sie noch – die guten Nachrichten: nächste Woche zu Ostern wird es überall in Nordrhein-Westfalen Spargel geben!

Svea I. – unsere Spargelkönigin NRW 2022 lässt sich von Aprilwetter zur Saisoneröffnung nicht beeindrucken

Der ungewöhnlich trockene März mit vielen Sonnenstunden hat dem Spargel sozusagen „Beine gemacht“, so dass etwa 10 Tage früher die Ernte in diesem Jahr beginnen konnte.
Obwohl der Winter dunkel und regnerisch war und auch die vergangenen trockenen Jahre nicht unbedingt die idealsten Bedingungen für den Spargelanbau boten, wird auch aufgrund der milden Wintertemperaturen eine gute Ernte in diesem Jahr erwartet. Dass sich allerdings die Preise etwas erhöhen werden, liegt vor allem an gestiegenen hohen Energie-und Rohstoffpreisen. „Aber für alle Verbraucher wird es den Spargelgenuss in allen Preislagen geben“, so Willy Kreienbaum, der Vorsitzende der Spargelvereinigung Westfalen-Lippe und der Spargelstrasse NRW.

Die Hofläden auf den Spargelhöfen haben inzwischen alle schon geöffnet und folgen dem langjährigen Trend, das Edelgemüse möglichst über Direktvermarktung, ohne lange Transportwege, an die Verbraucher zu bringen. Der Tradition folgend findet jedes Jahr die Eröffnung der NRW-Spargelsaison im Beisein der Spargelkönigin NRW in einem der vielen Spargelhöfe NRWs statt. In diesem Jahr im kleineren Kreis – der Pandemie geschuldet. Neben der frisch gewählten NRW-Spargelkönigin Svea I. war auch Willy Kreienbaum, der Vorsitzende der Vereinigung westfälisch-lippischer Spargelanbauer und der Spargelstrasse NRW und Werner Peitz,  Bürgermeister der Stadt Delbrück am 7. April vor Ort.

Delbrücker Bürgermeister Werner Peitz, Willy Kreienbaum, Svea Puls, Nadine Grewing, Christian Grewing, Alois Grewing

Gastgeber war in diesem Jahr die Familie Grewing vom gleichnamigen Spargelhof aus Delbrück-Westenholz, die sich seit 1984 nun schon in zweiter Generation dem Spargelanbau verschrieben hat und nicht nur im eigenen Hofladen grünen und weißen Spargel anbietet, sondern auch gleich die Möglichkeit bietet, ihn direkt vor Ort zu genießen. Dazu gibt es ein eigenes Schlemmerzelt, in dem Spargelgerichte angeboten werden. Frischer kann Spargel einfach nicht verzehrt werden, denn vom Feld über die Verarbeitung auf den Teller der Gäste schafft es der Spargel in wenigen Stunden!

Spargelhof Grewing in Delbrück-Westenholz

„Nicht nur direkt vom Hofladen können die Verbraucher den Spargel erntefrisch kaufen, auch an vielen Marktständen auf den umliegenden Märkten in den Städten wird der Spargel vor allem regional angeboten. In NRW werden rund 70 % der gesamten Spargelernte somit direkt vermarktet. Damit wird Frische, Qualität und Regionalität garantiert“, betont Willy Kreienbaum.

Frischer geht’s nicht – dieser Spargel war vor 30min noch auf dem Feld.

„NRW ist eines der drei Hauptanbaugebiete in Deutschland. Insgesamt sind hier 360 Familienbetriebe im Spargelanbau mit knapp 45% Familienarbeitskräften beschäftigt. Hinzu kommen noch ca. 48 % Saisonarbeitskräfte während der Ernte“, so Ralf-Große Dankbar von der Landwirtschaftskammer NRW.
Mit einer Anbaufläche von insgesamt 23.100 ha, davon rund 4.000 ha mit rund 360 Betrieben in NRW, bleibt Spargel mit einem flächenmäßigen Anteil von knapp einem Viertel mit Abstand das wichtigste Gemüse im deutschen Freilandanbau. Die gesamtdeutsche Erntemenge im Jahr 2021 war etwa 5% geringer als in den Vorjahren – ältere Pflanzungen mussten z.B. wegen Arbeitskräftemangel aufgegeben werden.
Weißer Spargel bleibt auch weiterhin mit 88% sehr populär, danach folgt der Grünspargel, der über der Erde wächst. Die grünen Stangen sind vor allem bei jungen Käufern beliebt.
Spargel ist nicht nur ein besonderer Genuss, sondern auch ein wahrhaft gesundes Gemüse und zählt zum Super-Food der regionalen Küche.
Unsere Spargelkönigin Svea I. ist jedenfalls überzeugt davon, dass „ohne diese Weltklasse-Stangen dem Frühjahr einfach etwas ganz Wesentliches fehlen würde. Deshalb bin ich bis zum Ende der Saison am 24.Juni sehr gern unterwegs, um für das wunderbarste Gemüse der Welt zu werben“.

Svea I. – unsere Spargelkönigin 2022 aus Delbrück-Boke

Text und Bilder: SpargelstrasseNRW, Abdruck bitte mit Quellenangabe

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#SaveTheDate – Saisoneröffnung am 7. April in Delbrück

Dortmund, 03.04.2022

Auch wenn die kommenden Tage mit Kälte und Nässe aufwarten sollte – beim Spargel geht die Saison nun auch endlich los 😍

Viele unserer Mitgliedsbetriebe haben bereits ab der dritten Märzwoche mit der Ernte und dem Hofverkauf angefangen und am vergangenen Wochenende werden weitere Höfe starten. Offiziell wollen wir von der Spargelstrasse NRW die Saison 2022 am 7. April einläuten. Wir besuchen dazu den wundervollen Hof der Familie Grewing in Delbrück und werden dort auch endlich wieder von einer Spargelkönigin unterstützt. Das Lieblingsrezept unserer neuen 👸 wird euch garantiert glücklich machen 😄
Seid gespannt – und besucht auch bei nicht so schönem Wetter die Hofläden, es lohnt sich immer 🙂

Die Veranstaltung findet diesmal nur in kleinerem Rahmen statt, entsprechende Einladungen wurden an die Medien verschickt. Im Laufe des Nachmittags werden wir aber hier ein umfangreiches Pressepaket zum Download bereitstellen.

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Rückblick Mitgliederversammlung am 9. Dezember 2021

Mitgliederversammlung der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe, 9.12.2021

Dortmund, 9.12.2021

Die diesjährige Mitgliederversammlung konnte pandemiebedingt nur online stattfinden. Die Teilnahme war leider sehr mäßig, aber da laut Satzung die Beschlussfähigkeit durch die ordnungsgemäße Einladung gegeben war und es unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder die Versammlung beschlussfähig ist, wurde auch auf Nachfrage außerdem keine Einwände gegen eine Blockwahl der VorstandskandidatInnen geäußert.

Als erster Tagesordnungspunkt stand das Resümee der vergangenen Spargelsaison, vorgetragen vom Vorsitzenden Willy Kreienbaum. So lief 2021 ruhiger ab – es war mehr Vorbereitung möglich gewesen, es standen mehr Erntehelfer als 2020 zur Verfügung und die Zusammenarbeit mit den Behörden verlief zufriedenstellend. Durch den in NRW kühlen und feuchten Frühling lag die Erntemenge ca. 5-8% unter dem Durchschnitt, es konnte aber zumindest am Anfang der Saison ein höheres Preisniveau erzielt werden. Durch die ab Mitte Mai stark steigende Erntemenge und den sinkenden Bedarf in den Privathaushalten sackte der Preis weit ab. In seinem Ausblick auf die Spargelsaison 2022 blieb Willy Kreienbaum verhalten optimistisch, der Erfolg der Betriebe hänge stark von den Auswirkungen des Verlusts der Mehrwertsteuer-Pauschalierung, dem Mindestlohn und anderen gesetzlichen Vorgaben ab.

Rückblick auf die Saison 2021 – bundesweit.

Diese angesprochenen Punkte waren der ideale Übergang zum anschließenden Vortrag von Frank Saalfeld, Geschäftsführer des Netzwerks der Spargel- und Beerenverbände e.V., der detailliert die aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen darlegte. Die fundierte und problemlösungsorientierte Arbeit des Netzwerks bei der Gestaltung dieses Rahmens zeigt sich auch in den aktuellen Aktivitäten. Die folgende einstündige Fragerunde um Themen wie eine EU-Regelung der Berufsmäßigkeit bei Saisonarbeitskräften, eine eventuelle Sozialversicherungspflicht und die Standpunkte der neuen Bundesregierung war zwar nicht in diesem Umfang geplant, war aber nötig und wurde von den Anwesenden sehr geschätzt.

Forderungen der Spargel- und Erdbeerbauern an die Politik

Den restlichen Teil der Mitgliederversammlung nahmen dann wie immer die im Vereinsrecht vorgeschriebenen Tagesordnungspunkte ein.

Geschäftsführerin Frau Anke Knaup stellte darin den Haushaltsabschluss 2021 und den Entwurf für das Jahr 2022 vor. So sind für die Saison 2022 wieder eine Präsenz-Pressekonferenz zur Eröffnung – natürlich auch wieder mit einer neuen Spargelkönigin NRW – und generell eine größere mediale Präsenz geplant.
Die beiden Rechnungsprüfer Heike Wißbrock und Florian Schröder hatten bei der Rechnungsprüfung am 30.11.21 nichts zu beanstanden und empfehlen daher die Entlastung von Geschäftsführung und Vorstand.
Zur Vorstandswahl stellten sich die bisherigen Vorstandsmitglieder Willy Kreienbaum, Rainer Hollenbeck, Dirk Buchmann sowie, wie bereits Ende 2019 auf der letzten Mitgliederversammlung angekündigt, zwei neue Kandidaten: Andrea Toppheide und Martin Breuer.
Die per QR-Code durchgeführte Wahl ergab ein einstimmiges Ergebnis – der Vorstandsblock wurde einstimmig gewählt und nahm die Wahl auch geschlossen an.
Ebenso einstimmig wurde der Mitgliedsbeitrag für die Netzwerkarbeit mit 50€ pro Jahr und Mitglied bestätigt.
Die Wahl der Rechnungsprüfer für 2022 wird wegen der dort höheren Teilnehmerzahl auf den Beginn des Spargelseminars im Januar verschoben.

Damit endete die Online-Mitgliederversammlung um 11:00 Uhr.

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Gelbes Spargellaub verheißt eine gute Ernte im nächsten Jahr

(GMH)

Auf den Spargelfeldern färbt sich jetzt das Kraut langsam gelb. Für die Spargelanbauer ist das Welken der ehemals grünen Triebe im Herbst ein gutes Zeichen. Denn damit endet für sie eine Saison mit gesunden Pflanzen, die genügend Energie für einen kräftigen Austrieb im Frühjahr gesammelt haben. Das verheißt eine gute Ernte im nächsten Jahr.

Triebe habe eine wichtige Funktion

„Spargel ist in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Gemüse“, sagt Nils Kraushaar. Er berät als Experte der Landwirtschaftskammer Niedersachen die Spargelanbauer. Zu den Besonderheiten zählt, dass die Pflanze geerntet wird, bevor sie richtig angefangen hat zu wachsen.

Damit die Spargelpflanze im nächsten Jahr wieder kräftig austreiben kann, haben die Spargelanbauer auch jetzt viel zu tun: Sie sorgen dafür, dass die Pflanzen gesund bleiben, genügend Nährstoffe speichern und gut über den Winter kommen (Bildnachweis: GMH/VSSE)

Während Brokkoli, Lauch, Salat und Co. heranreifen müssen, sind wir Menschen auf die allerersten Triebe des Spargels aus. An der eigentlichen Pflanze haben wir hingegen wenig Interesse. Nichtsdestotrotz haben die langen Triebe eine wichtige Funktion, denn Spargel ist im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsesorten mehrjährig und liefert rund zehn Jahre lang Ertrag. Darum ist es unerlässlich, dass die Pflanzen in den nadelförmigen Blättern durch Photosynthese Zucker bilden, der im unterirdischen Speicherorgan eingelagert wird. Aus den Reserven des sogenannten Rhizoms zieht die Pflanze nach der Winterruhe ihre Kraft, um auszutreiben.

Pflanzen sollen gesund bleiben

Nur gesunde Pflanzen wachsen kräftig genug, dass ihnen unbeschadet sieben bis zehn Triebe entfernt werden können. Weiteren Stress über den Sommer gilt es zu vermeiden. Dafür werden Unkräuter in den Spargelfeldern entfernt sowie Schädlinge und Krankheiten unterdrückt. Insbesondere Blattpilze machen den Anbauern zu schaffen. Leiden die Pflanzen unter Spargelrost (wissenschaftlicher Name: Puccinia asparagi) oder der Spargellaubkrankheit (Stemphylium vesicarium), können sie schon im August absterben. „Das führt dazu, dass die Pflanzen nicht genügend Zeit zur Energiebildung haben und geschwächt ins nächste Jahr starten“, erklärt Kraushaar.

Laub wird in den Boden eingearbeitet

Die Anbauer tun alles, damit die Pflanzen gesund bleiben. Jetzt im Herbst werden die letzten Dämme abgetragen, das gelb gewordene Laub zerkleinert und in die Erde eingearbeitet. Phytosanitäre Maßnahme nennen es die Fachleute, wenn die Gefahr von Pilzerkrankungen reduziert wird. „Auf dem Laub befinden sich immer Pilzsporen, die im Boden wegrotten sollen“, erklärt Kraushaar. Würde das Laub liegenbleiben, hätten die Pilze im nächsten Jahr leichtes Spiel. Früher haben die Anbauer das Laub vom Feld geholt und verbrannt, doch das ist heute nicht mehr erlaubt. Sind die gelben Triebe entfernt, schichten die Anbauer Winterdämme über den Pflanzen auf, die sie während der Winterruhe schützen. Die Kulturarbeiten ziehen sich bis in den November und starten ab Februar, sobald die Felder wieder befahrbar sind und die Anbauer keine Gefahr laufen, mit ihren Maschinen den Boden zu verdichten. „Spargel braucht also fast rund ums Jahr Betreuung“, sagt Kraushaar. Doch die Mühe lohnt sich, wenn wir dafür im nächsten Jahr wieder frischen Spargel essen können.

Museen widmen sich dem Spargel

Auch im Herbst und Winter kann Spargel eine Hauptrolle spielen:  während eines Besuchs in einem deutschen Spargelmuseum. Das Bekannteste befindet sich im oberbayerischen Schrobenhausen. 1985 eröffnet und 1991 umfassend erweitert, erklärt das mehrfach
ausgezeichnete Europäische Spargelmuseum die Geschichte und Technik des Anbaus anhand von Texten, Fotos und historischen Geräten. Die Exponate aus der ganzen Welt reichen von Anbaugerätschaften, Spargelporzellanen und -bestecken über Kunstobjekte bis hin zu Spargel-Briefmarken. Außerdem gibt es das Niedersächsische Spargelmuseum in Nienburg/Weser sowie das Spargelmuseum Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Ansprechpartner

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Spargelstrasse NRW

Geschäftsführerin Anke Knaup

Germaniastr. 53
44379 Dortmund
Telefon: 0231 961014-42
E-Mail: info@spargelstrasse-nrw.de

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