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NRW: Trotz Corona – die Spargelsaison beginnt und verspricht Genuss aus der Region

Spargelzeit ist Genießerzeit, vor allem, wenn der Spargel frisch vom Feld in die Küche kommt.

Dass auch eine Pandemie diesen Genuss nicht ausbremsen wird, haben die Anbaubetriebe der Spargelstrasse NRW heute noch einmal anlässlich der offiziellen Saisoneröffnung versichert. Auch Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, versicherte in seinen Grußworten: „Wir haben hier in Nordrhein-Westfalen die höchsten Verbraucherzahlen im Direktverkauf, das macht uns stolz. Regionales und saisonales Gemüse ist der Wunsch der Verbraucher, den wir sehr gern erfüllen.“ Den standesgemäßen Anstich der ersten Stange hat die LWK in diesem Video festgehalten (Link geht zu Facebook).

Kammerpräsident Werring

Willy Kreienbaum, Vorsitzender der Anbauervereinigung, erwartet für die Saison 2021 einen ebenso sicheren Ernteverlauf wie letztes Jahr. „2020 konnte durch ein engagiertes Hygiene-Informationsmanagement unsererseits, das konsequente Anwenden der behördlichen Vorgaben und vor allem ein tapferes Improvisationsvermögen unserer Unternehmer eine sehr gute Saison sicher über die Bühne gehen. Dabei waren die Spargelanbauer Vorbild für die gesamte Branche, denn sie waren die ersten, die mit komplett neuen Maßnahmen und vielen Mitarbeitern in die Ernte starteten. In diesem Jahr konnten wir uns viel besser vorbereiten, die Hygienekonzepte stehen und erfüllen alle Anforderungen.“

Dies betonte auch ausdrücklich die Landwirtschaftsministerin für NRW, Ursula Heinen-Esser, im Rahmen eines virtuellen Pressegesprächs: „Die Spargelanbaubetriebe in NRW bildeten als eine der 2020 zuerst wirtschaftlich betroffenen Branche durch die strikte Befolgung der Hygienemaßnahmen einen echten Lichtblick“ und sprach anschließend allen Spargelanbauern und –Anbauerinnen im Land ihren großen Dank und Respekt aus.

Ministerin Heinen-Esser

Wie bereits 2020 musste – im Hinblick auf die aktuelle Lage – auch dieses Jahr auf die traditionelle feierliche Eröffnung vor Ort verzichtet werden. Das bedauern Britta und Bernfried Nahrup vom Nahrups Spargelhof in Greven ganz besonders, denn schon im letzten Jahr fiel der erwartete „Presserummel“ auf ihrem Familienhof aus und auch in diesem Jahr konnten sie nur virtuelle Gastgeber der Videokonferenz sein.

Bernfried Nahrup Hofladen Familie Nahrup

Dafür freuen sich Familie Nahrup und die anderen ca. 160 Betriebe in der Spargelstrasse NRW organisierten Anbaubetriebe umso mehr, dass der Verkauf in ihren eigenen Hofläden, an Marktständen und über den Einzelhandel gut funktioniert. „Das Angebot an saisonalen und regionalen Spezialitäten und die Gewissheit, absolut frische Produkte angeboten zu bekommen machen den Einkauf beim Erzeuger zum Erlebnis. Direkter als in einem Hofladen kann ein regionales Produkt einfach nicht vermarktet werden“, so Familie Nahrup.

Als Wermutstropfen sehen es die Mitglieder der Spargelstrasse NRW allerdings, dass die Öffnung der traditionell sehr gut angenommenen Hofgastronomien trotz ihrer großen Außenbereiche noch nicht absehbar ist, so bleibt vorerst nur das Einkaufsvergnügen in den vielen Hofläden.

Auch die Ministerin gab zu: „Selbst in unserer Familie gibt es jedes Jahr zur Spargelzeit ein Ranking, welcher Spargel ist der beste und welches das beste Spargelrezept ist. Das Einkaufen in den vielen Hofläden ist für viele Menschen mittlerweile zu einer feste Institution geworden, besonders in Corona-Zeiten. Die Verbraucher in NRW schätzen sehr die Regionalität in der Versorgung – Spargel, Frühkartoffeln, Schinken, Butter, Ei, Erdbeeren – das alles bieten unsere Anbaubetriebe in bester Qualität, so die Ministerin.

Daten und Fakten zum Spargelanbau:

  • Weit über 70% des zwischen Rheinland, Münsterland und Teutoburger Waldes geernteten Spargels wird von den Erzeugern in Hofläden, an Marktständen oder über den Einzelhandel direkt vermarktet.
  • In NRW sind 80% der insgesamt 380 Spargelanbauer Familienbetriebe mit knapp 45% Familienarbeitskräften, während der Ernte kommen dazu noch 48 % Saisonarbeitskräfte.
  • Weißer Spargel blieb 2020 mit 85% weiterhin sehr populär, Grüner Spargel legte leicht von 14% auf 15% Marktanteil zu
  • 85% des in Deutschland verzehrten Spargels stammt aus heimischen Anbau
  • Mit knapp 25% Anbaufläche ist Spargel das wichtigste Gemüse im Freilandanbau, rund ein Sechstel (ca. 4195 ha) der gesamtdeutschen Anbaufläche (23100 ha) liegt in NRW auf Platz 2 hinter Niedersachsen (mit 5100 ha) und vor Brandenburg mit 3748 ha
  • Die gesamtdeutsche Erntemenge im Jahr 2020 war mit ca. 21300 t etwa 5% geringer als in den Vorjahren – ältere Pflanzungen mussten z.B. wegen Arbeitskräftemangel aufgegeben werden.

 

Text und Bilder: Spargelstrasse NRW, Verwendung für Presse honorarfrei

Weitere Informationen, frei verwendbare Bilder und unsere Kontaktdaten finden Sie auch auf unserer Homepage unter: www.spargelstrasse-nrw.de

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Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. gegründet

Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. gegründet

Spargel- und Beerenbranche vereint Kompetenzen für künftige Produktionssicherheit und einheitliches öffentliches Sprachrohr

Logo des Netzwerks der Spargel- und Beerenverbände e.V.
Das Logo des Netzwerks der Spargel- und Beerenverbände e.V.

Leverkusen, 13. April 2021. Im Rahmen der offiziellen Online-Gründungsversammlung wurde am 13. April 2021 das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. gegründet. Das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. ist eine Vereinigung, in der rund 1 300 Betriebe aus dem Spargel- und Beerenanbau in Deutschland über ihre jeweiligen regionalen Verbände, Vereine und Vereinigungen zusammengeschlossen sind. Ziel ist es, sich gemeinsam für Themen wie Produktionssicherheit, Gewinnung von Saisonarbeitskräften aus dem nicht EU-Ausland und faire Handelspreise einzusetzen. Weiterhin will das Netzwerk die Öffentlichkeit, Presse und Politik über die gute fachliche Praxis in der Spargel- und Beerenproduktion informieren und in gemeinsamen Werbemitteln für heimische Spargel und Beeren werben. Im Netzwerk soll der Vorstand den fachlichen Austausch weiter intensivieren, Synergien nutzen und Kosten reduzieren. Mit den dadurch freiwerdenden Arbeits- und Finanzressourcen können weitere branchenspezifischen Projekte realisiert werden.

Die Gründungsmitglieder

Zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks zählen der Verband der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer, der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V., die Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer e.V. in Niedersachsen und die Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e.V. sowie der Arbeitskreis Spargel Schleswig-Holstein e.V., der Arbeitskreis Spargel Südhessen, die Erzeugergemeinschaft Abensberger Qualitätsspargel e.V., der Landesverband Obstbau Westfalen-Lippe und der Spargelerzeugerverband Südbayern e.V.

Ziel und Aufgaben

Das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. hat sich das Ziel gesetzt, mit seiner politischen und öffentlichen Tätigkeit den angeschlossenen Betrieben Sicherheit für ihre Produktion von Spargel und Beerenobst zu geben. Vorteile des Netzwerks sind der intensivierte Wissens- und Informationstransfer unter den angeschlossenen Verbänden sowie ihre enge Vernetzung und das einheitliche Auftreten nach außen über die gemeinsame Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Weiterhin können Projekte schneller realisiert sowie Krisenmanagement präventiv vorbereitet werden und eine fundiertere Fachberatung erfolgen.

Der Vorstand

Im Vorstand übernehmen folgende Vorstandsmitglieder die jeweiligen Themenbereiche:

Vorstand Politik, Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Geschäftsführung – Frank Saalfeld:
„Das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. sehe ich als logische Schlussfolgerung und Reaktion der Verbände Spargel und Beerenobst produzierender Betriebe auf die Landwirtschaftspolitik der vergangenen Jahre. Das Netzwerk soll für die Erzeuger eine Basis für Kontinuität, Planungssicherheit und Zusammengehörigkeit bieten. Nur gemeinsam ist die Branche stark und wird besser gehört.“

Vorstand für Recht, Arbeit und Soziales – Simon Schumacher:
Worauf ist bei der Beschäftigung und Unterbringung von Erntehelfern zu achten? Wo darf ich meinen Verkaufstand aufstellen? Was tun, wenn mir untersagt wird, einen Folientunnel zu errichten?  – Über 40 Gesetze und Verordnungen müssen Spargel- und Beerenerzeuger bei ihrem Tun ständig berücksichtigen. Kein Wunder, dass es hier viele Fragen gibt, auf die ich gerne eingehe.“

Vorstand Produktion und Versuchswesen – Fred Eickhorst:
Moderne Produktionstechniken, Umweltschutz und Verbraucheranforderungen passen zusammen. Beerenobstproduktion im Folientunnel und Spargelfolieneinsatz sind sehr gute Beispiele. Wir wollen die Fakten und Argumente mit allen Beteiligten diskutieren und ihnen näherbringen.“

Vorstand Regionalität und Werbung – Anke Knaup:
„Erntefrische Ware, die den höchsten Qualitätsansprüchen standhält, und ihr schneller Vertrieb – dafür steht das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. Unsere Mitgliedsbetriebe produzieren sozusagen vor der Haustüre ohne lange Transportwege, das ist nicht nur umweltschonend, sondern auch gesund, denn sie ernten reifes Obst und Gemüse. Die Verbraucher noch besser zu informieren und die politisch Verantwortlichen für die regionalen Märkte zu sensibilisieren, dafür stehe ich innerhalb dieses Netzwerkes.“

Vorstand Pflanzenschutz und Düngung – Henning Hoffheinz:
„Insektenschutz, Pflanzenschutz, Nitratrichtlinie und Düngeverordnung – hier benötigen die Erzeuger von Spargel und Beerenobst Sicherheit für ihr Tun. Im Netzwerk stelle ich mich den Themen sichere Pflanzenschutzmittelanwendung sowie Rückstands- und Resistenzmanagement. Vor allem habe ich auch neue Technologien und biologische Verfahren im Blick, um über diese zu informieren und sie zu fördern.“

Förderbeirat QS und Anbaumanagement – Jürgen Schulze:
„Sichere, wirtschaftliche und nachhaltige Produktion von Spargel und Beerenobst sind eine Grundvoraussetzung, um die vom Verbraucher gewünschte regionale Produktion dauerhaft zu gewährleisten. Dazu gehören, neben Fragen zum Anbau auch die Zertifizierungsprogramme. Im Netzwerk stehe ich den Mitgliedern unter anderem zu Fragen des Anbaus und der verschiedenen Zertifizierungsprogramme gern zur Verfügung.“

Über die Entwicklung bis hin zum Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e. V.

Seit 2014 finden jährlich von der Bundesfachgruppe Gemüse (ZVG) Spargelverbände (Corona bedingte Ausnahme 2021) in Berlin statt. Ein weiterer Austausch erfolgte in regelmäßigen Telefonaten und Videokonferenzen. In der Ehrenamts-Klausur in Kassel im Oktober 2019 einigte man sich über die Struktur und Finanzierung des Netzwerks. Seine Satzung wurde im Juni 2020 in Erfurt erstellt. Übergreifend haben die Akteure bereits vor dieser offiziellen Netzwerkgründung erfolgreich beim Corona-Krisenmanagement, Erntehelfermangel und Folienkritik sowie zahlreichen politischen Stellungnahmen erfolgreich kooperiert.

Weitere Informationen unter: https://www.netzwerk-spargelbeeren.de

Presseansprechpartner:

Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. | Ropenstall 83a | 51377 Leverkusen

Frank Saalfeld, Geschäftsführer

Tel.: +49 2171 4014304 | Mobil: +49 160 7832352 | info@netzwerk-spargelbeeren.de

Isabelle Bohnert, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: +49 (0)7251 3032184 | presse@netzwerk-spargelbeeren.de

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Freilandgemüse: frisch – frischer – von hier

Das herrliche Spätsommerwetter lässt das Freilandgemüse auf unseren Feldern hier in NRW prächtig gedeihen. Durch die recht großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht bilden sich sehr viele Aromastoffe und Fruchtzucker aus, das Fruchtfleisch wird wunderbar feinzellig. Probiert also unbedingt das frisch geerntete Gemüse, die Feldkräuter und das herrliche Obst in den Hofläden und an den Marktständen unserer Mitgliedsbetriebe. Und dann vergleicht es bitte mit der Gewächshausware, die schon eine gute Woche auf dem LKW unterwegs war…

 

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Die Spargelsaison 2020 endet am 24. Juni – bereits jetzt ein Dankeschön an alle

Nur noch wenige Tage verbleiben jetzt den SpargelliebhaberInnnen in NRW, um sich mit dem knackfrischen Stangengemüse aus heimischen Anbau einzudecken. Höchste Zeit also, um ein vorläufiges Fazit zu ziehen und vor allem Danke zu sagen.

Am Johannistag (24. Juni) endet traditionell die Erntezeit für den Spargel, ab dann darf sich die Pflanze auf dem Feld frei entfalten, Kraft und Sonne für die kommende Saison 2021 tanken. Schließlich können die unterirdischen Spargeltriebe bis zu 10 Jahre lang jeden Frühling beerntet werden, müssen aber danach immer eine ausgiebige Ruhezeit genießen können. Viele Bienen und Hummeln freuen sich schon auf die jetzt kommenden Spargelblüten, die eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten im Juli darstellt – bis zu 70% beträgt der Anteil an Spargelpollen im Bienenhonig in der Nähe von Spargelfeldern.

Spargelblüte mit Honigbiene
Spargelblüte mit Honigbiene

Apropos bienenfleißig – das waren dieses Jahr auch wieder die vielen Saisonarbeitskräfte, die in dieser schwierigen Pandemie-Situation tapfer und diszipliniert den anfangs fast täglich wechselnden Hygienevorschriften gefolgt sind. Die straffe Auslegung und Umsetzung von Hygienekonzepten vor Ort auf den Spargelhöfen ermöglichte eine für alle sichere und gesundheitlich einwandfreie Ernte. Der dafür notwendige Mehraufwand kann übrigens mit ungefähr 880€ pro Saisonarbeitskraft beziffert werden, so das Ergebnis einer Umfrage unter Mitgliedern des bundesweiten Netzwerks der Spargel- und Beerenverbände.

Dieser Mehraufwand und die fehlende Nachfrage aus der Gastronomie stimmte zwar viele Betriebe zu Beginn sorgenvoll, wird aber im Gesamtergebnis zumindest teilweise durch eine höheren Anteil an Direktvermarktung und einige erfolgreiche innovative Vermarktungskonzepte aufgefangen. So waren etwa die Vermietung von Spargelreihen an Kunden beispielsweise im Münsterland stark nachgefragt, sehr positiv wurde auch die „Hipsterspargel“-Lieferinitiative einiger Kölner StudentInnen aufgenommen. Überhaupt waren die in der obigen Umfrage interviewten Spargelhöfe sehr angetan von den vielen freiwilligen Erntehelfern aus der Umgebung, die sich bei Ihnen über die Portale meldeten.

Nur durch diesen gemeinsamen Kraftakt konnte immerhin ein Großteil der bepflanzten Spargelfläche regelmäßig geerntet werden. Dankeschön!

Ein Genießer-Tipp zum Schluß: jetzt besteht noch die Chance, sich weißen oder grünen Spargel für die nächsten Monate einzufrieren. Dafür müssen die weißen Spargelstangen bereits geschält sein – entsprechend vorbereiteten Spargel bieten die meisten Hofläden als Service an. Grünspargel ist noch einfacher einzufrieren – waschen und gründlich abtrocknen reicht hier aus.

Das Beste am Frühling
Das Beste am Frühling

Ein Großteil der Hofläden und Marktstände unserer Mitgliedsbetriebe ist außerdem weiterhin geöffnet, die feinaromatischen Frühkartoffeln, die herrlichen späten Erdbeersorten Himbeeren, Heidelbeeren und Kirschen aus heimischen Anbau warten einfach nur darauf, weggenascht zu werden…

Juni-Erdbeeren
Juni-Erdbeeren

Text und Bilder (3): Spargelstrasse NRW, Verwendung für Medien honorarfrei.

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