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Mitgliederversammlung und Spargelseminar der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe, 10.12.2019, Münster-Wolbeck

Spargelseminar

Mitgliederversammlung und Spargelseminar der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e.V., 10.12.2019, Bildungszentrum Gartenbau und Landwirtschaft Münster-Wolbeck

Kräfte bündeln

Spargelseminar

Die Spargelsaison 2019 hat es wieder gezeigt: Die Anbauer sind ebenso vom Wetter abhängig wie von der Gunst der Verbraucher und Handel. Besonders schwierig und bedrohlich ist die Lage bei den Saisonarbeitskräften: „Immer mehr Saisonkräfte reisen erst gar nicht an oder bereits schon vor dem vereinbarten Termin wieder ab. Eine vernünftige Planung der Ernte ist so kaum noch möglich“ erklärte Willy Kreienbaum, Füchtdorf, Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer, bei der Jahreshauptversammlung und Spargelseminar in Münster-Wolbeck. Hinzu kommt natürlich auch hier ein gesteigertes Interesse an der Umwelt bei den Verbrauchern, kritische Nachfragen in Sachen Folien- und Pflanzenschutzmitteleinsatz sowie Wasserverbrauch treten auf. Bislang konnten diese Themen durch etwa durch Argumentationsleitfaden für die Mitglieder oder eine offensive Pressearbeit im Sinne der Betriebe bearbeitet werden. Die Spargel- und Beerenbranche steht aber definitiv vor einem Wandel. Das bisher übliche Flächenwachstum ist beendet, Betriebsschließungen nehmen zu. Der Arbeitskräftemangel und die schwierige Preissituation auf Handelsebene gehören zur harten Wirklichkeit und erlauben kaum längerfristige Planung.

Im September 2013 wurde, mit organisatorischer Unterstützung der Bundesfachgruppe Gemüsebau, ein Netzwerk aller Spargel- und Beerenverbände in Deutschland ins Leben gerufen. Denn auf Dauer und auf allein regionaler Ebene – das haben die Anbauer aus NRW, zu denen unsere 160 Mitglieder gehören, erkannt – ist dieser bisherige Zusammenschluss nicht schlagkräftig genug.

Deswegen ist für 2020 ein Zusammenschluss zu einem bundesweiten Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände mit insgesamt vier Fachverbänden geplant:

Diese Mitglieder, welche personell und finanziell die derzeitigen Aktivitäten tragen, möchten als Kooperation für die Sonderkulturbetriebe koordiniert eintreten und gemeinsame Pläne für die Mitglieder umsetzen. Dazu gehören z.B. eine gemeinsame Presse-und Öffentlichkeitsarbeit zu übergeordneten Themen (mit Hilfe des Grünen Medienhauses), das Bearbeiten politischer Forderungen wie die Öffnung des Arbeitsmarktes für Saisonkräfte auch von außerhalb der EU-Staaten, die schnelle Information über die Zulassung dringend benötigter Pflanzenschutzmittel. Darüberhinaus arbeitet das Netzwerk der Spargel-und Beerenverbände mit mehreren Partnern zusammen, um an neuen Verfahren zum vollständigen Recyceln der Folien (inklusive der Beseitigung von Sandtaschen in den gebrauchten Folien) zu arbeiten und eine schnelle Lösung zu finden.

„Wir sind uns im Netzwerk darüber einig, dass wir als Fachverbände eine gezielte Lobbyarbeit brauchen, die unseren speziellen Interessen Rechnung trägt. Nur zusammen können fachspezifische Branchenthemen mit bundesweiter Relevanz angegangen und durch die Bündelung des Know-hows effektiver gelöst werden.“

Gleichzeitig soll die Öffentlichkeitsarbeit neu ausgerichtet werden: Über populäre neue Medien müssen jüngere Verbraucher als Kunden von morgen erschlossen werden.

„ Außerdem müssen wir dringend mit dem Handel in Kontakt treten. Aufgrund der Überversorgung des Marktes ist die Preissituation auf Handelsebene nicht mehr zufriedenstellend. Im Dialog ist zu klären, warum der Handel innerhalb der heimischen Saison Spargel aus Südeuropa, Polen und sogar Übersee im Lebensmitteleinzelhandel und Discount zu Dumpingpreisen anbietet, obwohl eine exzellente Versorgung aus einheimischer Erzeugung gewährleistet werden kann. Faire Preise für unsere frischen, sicheren und regionalen Produkte sind von höchster Wichtigkeit.“, so Willy Kreienbaum.

Um diese Netzwerkarbeit zu finanzieren, haben alle vier Mitglieder des Netzwerkes daher einen Sonderbeitrag für das Jahr 2020 von 50 Euro pro Betrieb veranschlagt. In diesem Punkt haben die Mitglieder am 10.Dezember in Münster-Wolbeck dem entsprechenden Antrag des Vorsitzenden einstimmig stattgegeben.

Personalien aus dem Vorstand

Hans Josef Brautmeier, Delbrück, scheidet mit Erreichen der Altersgrenze aus dem Vorstand aus. Die versammelten KollegInnen dankten Ihrem engagierten Mitglied an dieser Stelle noch einmal von ganzen Herzen.

Mathias Brauckmann-Berger, Datteln, und Matthias Kleiner, Bocholt, wurden einstimmig in ihren Vorstandsämtern für weitere drei Jahre bestätigt.

Martin Breuer, Telgte, und Andrea Toppheide, Glandorf, haben sich als neue Kandidaten für die Arbeit im Vorstand beworben. Beide werden die Arbeit des Gremiums im folgenden Jahr begleiten und sich dann im Dezember 2020 zur Wahl stellen.

Vorstandskandidatin Andrea Toppheide und Anke Knaup
Vorstandskandidatin Andrea Toppheide und Geschäftsführerin Anke Knaup

Spargelseminar

Das direkt anschließende Spargelseminar, welches in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer NRW organisiert wurde, konnte auch in diesem Jahr ein anspruchsvolles Fachprogramm bieten. Viele wichtige und vor allem praxisrelevante Informationen, ergänzt durch eine Technikschau der angemeldeten Aussteller im Foyer, rundeten das Angebot für die versammelten Spargelanbauer an diesem Tag ab.

Referent Jürgen Hoffmann stellte den zahlreichen Teilnehmer sein Thema „Betriebswirtschaft praktisch gelebt“ vor
Referent Jürgen Hoffmann stellte den zahlreichen Teilnehmer sein Thema „Betriebswirtschaft praktisch gelebt“ vor

Text: Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e.V.; Bilder: Fabian Walf

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NRW: Sonniger Start in die Saison und Ostern flächendeckend Spargel

Spargelstrasse NRW: Ostern flächendeckend Spargel

NRW-Spargelsaison offiziell in Mülheim eröffnet

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Die Spargelsaison in NRW wurde heute offiziell auf dem Buchholzhof in Mülheim/Ruhr eröffnet. Dank des warmen Frühjahrs ist das Edelgemüse vor allem in den klimatisch begünstigten Regionen bereits zu haben. „Ostern, da bin ich mir sicher, können wir allen Verbrauchern an Rhein und Ruhr Spargel aus der Region anbieten“ erklärte Willy Kreienbaum, Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. und der Spargelstrasse NRW.

Spargel wird in NRW zu über 70 Prozent in der Region verkauft. Auch auf dem Buchholzhof der Familie Unterhansberg, den Gastgebern der diesjährigen Saisoneröffnung, steht der Leckerbissen vom Feld bei allen Gourmets hoch im Kurs. Wie wichtig die regionale Produktion und Vermarktung gerade im Ruhrgebiet sind, betonten Ulrich Scholten, Oberbürgermeister der Stadt Mülheim und Rudolf Jelinek, 1. Bürgermeister der Nachbarstadt Essen. Frisches Gemüse aus der Region, so die Information der Bürgervertreter, ist für viele Menschen im Ruhrgebiet ein Stück Lebensqualität.

Nach dem sehr trockenen Sommer 2018 ist laut Willy Kreienbaum noch nicht klar, wie sich die Erntemengen in diesem Jahr entwickeln werden. Nach den Niederschlägen im Winter sind die Experten der Spargelstrasse NRW und der Landwirtschaftskammer NRW aber guter Hoffnung. Mit dem Thema „Biene liebt Spargel“ wies die Spargelstrasse NRW noch auf ein besonderes Thema hin: Bis zu 70 Prozent Spargelpollen haben die Wissenschaftler des brandenburgischen Landesinstituts für Bienenkunde Hohen Neuendorf (LIB) bei der Untersuchung von Honig aus Gebieten mit intensivem Spargelanbau gefunden. Die Blüte des Edelgemüses, die erst beginnt, wenn die Pflanzen nach der Ernte ans Licht wachsen dürfen, fällt zudem in eine Zeit, in der die Imker nur wenig Tracht, also Futter, für ihre fleißigen Insekten finden. Von Ende Mai bis Anfang September reicht die Spargelblüte. Diese Spanne ist auch deshalb so lang, weil mit den modernen Anbautechniken und den aktuellen Sorten eine lange Erntezeit erreicht wird. Wie moderne Anbautechnik mit Minitunneln in der Praxis aussieht, konnten alle Gäste gemeinsam mit Spargelkönigin Christine I. beim Stich der ersten Stangen auf den Feldern der Familie Unterhansberg in Augenschein nehmen.

Text und Bilder: Spargelstrassse NRW. Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten.

Weitere Informationen und Bilder von der Saisoneröffnung und der Spargelkönigin NRW können Sie auf www.spargelstrasse-nrw.de unter Service – Presse kostenfrei herunterladen.

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Spargelkönigin NRW Christine I. sticht den ersten Spargel der Saison 2019 unter den Augen der Medien, Fachleuten und Gästen, von rechts nach links: Christine I., Ulrich Scholten (Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr), Rudolf Jelinek (1.Bürgermeister der Stadt Essen), Willy Kreienbaum (Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer)

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Frühlingssonne lässt die NRW-Spargelkönigin Christine I. strahlen – dieser Auftakt verheißt allen Spargelbauern eine gute Saison.

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Der Spargel sprießt- endlich Spargel satt für alle

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„Volles Programm“ – Mitgliederversammlung und Spargelseminar am 12.Dezember 2018

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„Volles Programm“ hieß es heute am 12. Dezember 2018 bei der alljährlichen Mitgliederversammlung der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e.V. in Münster-Wolbeck. Denn nicht nur wollte der formale Teil absolviert werden, im Anschluss fand gleich die Fortbildung zur Erlangung des Sachkundenachweises im Bereich Pflanzenschutz statt. Diese effektive Nutzung des Tages fand bei den 95 Teilnehmern und 20 Ausstellern, insbesondere denjenigen mit etwas weiteren Anreisen, guten Anklang.

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In seinem Vorstandsbericht resümierte Willy Kreienbaum das Jahr 2018 aus Sicht der Spargelanbauer in Nordrhein-Westfalen. Das seit Ende April extrem heiße und trockene Wetter brachte einerseits eine sehr große Erntemenge auf einmal hervor, problematisch war aber deren Absatz, der nicht ohne Preisabschläge verlief. Als weitere Problemfelder erwiesen sich die fehlenden Arbeitskräfte und die dadurch steigenden Löhne, der immer schwieriger zu realisierende Pflanzenschutz, die allgemeinen Kostensteigerungen durch z.B. Mautgebühren und natürlich der steigende Bürokratieaufwand bei der Dünge- und Verpackungsverordnung, die ab 2019 auch für Erdbeer- und Spargelanbauer gilt.

Das Jahr 2018 bot nichtsdestotrotz auch Lichtblicke. Dazu zählt auf jeden Fall die lang herbeigesehnte Meldung von Ende August, dass Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner die 70-Tage Regelung unbegrenzt verlängert. Weiterhin erinnerte Willy Kreisenbaum an die gelungene Spargel-Saisoneröffnung mit der gut besuchten Pressekonferenz beim Biolandhof Schulze-Wethmar in Lünen und die anschließenden positiven Pressemeldungen rund um den Spargel, sowie die Hoftermine mit der NRW Spargelkönigin Christine I.

Geschäftsführerin Anke Knaup stellte im Anschluss den Geschäftsbericht vor und erläuterte die einzelnen Posten in gewohnter, für die Mitglieder transparenter Weise. Der darauffolgende positive Bericht der Rechnungsprüfer, vorgestellt von Josef Kemna, empfahl die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung. Deswegen war es keine Überraschung, dass die beiden Vorsitzenden Dirk Buchmann und Rainer Hollenbeck ohne Gegenstimmen wiedergewählt wurden. Als Rechnungsprüfer 2019 wurde Herr Wißbrock, Bielefeld gewählt. Ein durchaus emotionaler Höhepunkt war zum Ende dieses Tagesordnungspunkts die Verabschiedung von Frau Britta Domas, die nach 12 Jahren exzellenter Arbeit für die Spargelvereinigung nun andere Wege gehen wird und mit viel Applaus sowie Blumen verabschiedet wurde.

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Nach einer kurzen Pause, die von den TeilnehmerInnen intensiv zum Netzwerken und zum Besuch bei den 20 Ausstellerständen im Foyer genutzt wurde, läutete das Grußwort von Landwirtschaftskammerpräsident Karl Werring den zweiten Tagesabschnitt ein. Den eigentlichen Seminarteil eröffnete Frau Constanze Doll vom Pflanzenschutzdienst der LWK mit einem intensiven, praxisnahen und faktengespickten Vortrag zu den Eigenschaften typischer Spargelschädlinge – Spargelfliege, Spargelhähnchen, Spargelkäfer, Bohnenfliege und Spargellaus sowie diversen Pilzerkrankungen – und dem effektiven, kontrollierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

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Nachdem die erwartungsgemäß zahlreichen gestellten Fragen beantwortet wurden, ging es sofort zum Praxisteil über. Wilhelm Wortmann und Harald Kramer von der LWK demonstrierten auf dem Außengelände neue Techniken und Anwendungshinweise zum Pflanzenschutzmitteleinsatz bei Feldspritzen, im Versuchsbereich informierte gleichzeitig Michael Stuch die zweite Gruppe über neue Möglichkeiten im Bereich der Hand- und Karrenspritzen. Die Demonstrationen der drei Pflanzenschutzberater vermittelten sehr anschaulich und voller Praxistipps die umweltschonendsten und arbeitssicherheitssteigernden Technikfortschritte, der humorvolle Unterton erleichterte die Aufnahme der vielen Informationen.

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Das anschließende Mittagessen wurde wiederum intensiv zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch genutzt.

Den zweiten Seminarteil eröffnete erneut der Pflanzenschutzdienst der LWK. Andreas Vietmeier fasste die neueste rechtliche Situation im Pflanzenschutzgesetz in seinem 45minütigen Vortrag zusammen. So beleuchtete er Änderungen bei Anwender- und Arbeiterschutz, dem Schutz für Umstehende und Anwohner mit konkreten Fakten zum Thema Pufferstreifen genauso wie das Risikomanagement beim Bienen- und Bestäuberinsektenschutz und die Eindämmung der Abdriftproblematik.

Den Abschluss des Seminarteils bildete der gemeinsame Vortrag von Ralf Große Dankbar und Carsten Wenke, die neben Erkenntnissen aus ihrer Spargelberaterpraxis über verschiedene Versuche zum integrierten Pflanzenschutz im Jahr 2018 berichteten. Großes Interesse, besonders in Hinsicht auf das zunehmend unberechenbare Wetter, fanden die Ergebnisse der Unkrautunterdrückung und Boden- und Bodentemperaturverbesserung mittels Zwischenbegrünung, der umfangreiche Sortenversuch und die Versuche zur Folientemperatur. Diese Versuche werden auf jeden Fall weitergeführt und ausgebaut, um die Erkenntnisse zu vertiefen und für – hoffentlich anderes – Wetter zu validieren. Beide Fachberater regen darüber hinaus die Bildung eines Netzwerks „Zukunft Spargel“ an, in dem sich Mitgliedsbetriebe zu den Themen Kostenerfassung und -senkungen, Anbaustrategien und -techniken in kleinen Gruppen auf fachlicher Ebene austauschen können.

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Spargelkönigin Christine Hengemann ließ schließlich den intensiven Seminartag mit etwas leichterer Kost enden, sie erinnerte mit einer wunderschönen Bildershow an ihre verschiedenen publikumswirksamen Auftritte, vor allem bei den liebevoll organisierten Hoffesten der Mitgliedsbetriebe, in der vergangenen Spargelsaison 2018.

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Text und Bilder: Spargelvereinigung der Spargelbauern Westfalen-Lippe e.V./Wolfram Schubert. Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten.

 

 

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Spargel – Preisschwankungen normal

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Interview mit Willy Kreienbaum

Starke Schwankungen beim Preis und bei den angebotenen Mengen sind zum Start in die Spargelsaison normal. Willy Kreienbaum, Sassenberg-Füchtorf, Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. und der Spargelstrasse NRW, kennt dieses Phänomen seit Jahrzehnten.

Warum wurde Spargel in den letzten Tagen so günstig angeboten?

Willy Kreienbaum: Im April hatten wir ungewöhnlich hohe Bodentemperaturen. Spargel reagiert extrem stark auf diese Wärme, die Pflanzen sind sehr schnell gewachsen und das hat sich natürlich auf die Erntemenge ausgewirkt. Auf der anderen Seite haben viele Verbraucher Spargel im April noch nicht so richtig auf dem Schirm, das heißt, dass eine große Menge auf eine geringere Nachfrage trifft – so erklären sich auch die starken Preisschwankungen. Außerdem sind wir gerade jetzt in der Phase, in der die frühen Spargelsorten ihre Ertragsspitze hatten. Die stieß in diesem Jahr mit den oben erwähnten hohen Bodentemperaturen zusammen. Jetzt kommen die späteren Sorten in Ertrag und der Verlauf insgesamt wird ruhiger.

Ist diese Preisentwicklung ungewöhnlich?

Willy Kreienbaum: Nein, dieses Hin und Her ist zu Beginn der Saison ganz normal. Wenn Sie den Wetterbericht für die nächsten Tage anschauen, sehen Sie, dass wir immer noch sehr kalte Nächte mit zum Teil einstelligen Temperaturen und Tage mit deutlich über 20°C haben. Die Eisheiligen lassen bereits grüßen. Erst ab Mitte Mai erwarten wir konstantere Temperaturen und dann auch einen stabileren Verlauf.

Wann ziehen Sie Bilanz über die Saison?

Willy Kreienbaum: Der 24. Juni ist für alle Spargelanbauer der Tag der Bilanz. Am Johannistag wird der letzte Spargel gestochen, damit sich die Pflanze im folgenden Sommer wieder aufbauen kann und wir auch im nächsten Jahr noch einen guten Ertrag bekommen. Die Erfahrung über viele Jahre hat übrigens gezeigt, dass sich die Schwankungen bei den Erträgen mit rund 5 Prozent Abweichung nach oben oder unten die Waage halten. Das ist auch der Grund, warum ich nach einem so unruhigen Start in die Saison wie in diesem Jahr mit Optimismus auf die nächsten knapp sieben Wochen der Spargelsaison 2018 schaue.

Bild: Willy Kreienbaum ist Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. und ausgewiesener Experte in Sachen Marktverlauf.

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NRW: Sonniger Start in die Spargel-Saison 2018

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Am Wochenende flächendeckend schlemmen

„Zum Wochenende sollten Sie unbedingt mal im Hofladen oder beim Spargelbauern Ihres Vertrauens vorbeischauen. Die Saison beginnt jetzt. Ich denke, dass mit den nächsten warmen Tagen der Spargel in ganz Nordrhein-Westfalen flächendeckend zu haben sein wird“, erklärte Willy Kreienbaum, Sassenberg-Füchtorf, am Rande der offiziellen Saisoneröffnung in Lünen. Der Vorsitzende der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. und der Spargelstrasse NRW hat den Überblick zum Stand der Dinge beim begehrten Frühlingsklassiker vom Feld. Bei der Saisoneröffnung auf dem Bioland-Hof der Familie Schulze-Wethmar in Lünen stachen Christina Schulze Föcking, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW; Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW; Eva Kähler-Teuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW, Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine Fauns und die frisch gekrönte Christine I. die allerersten Spargelstangen des Jahres frisch vom Feld. Mit Christine Hengemann, Everswinkel, krönte die Spargelstrasse NRW zuvor ihre siebte Spargelkönigin. Die junge Frau, die von einem Spargelhof stammt, wird die Branche in den beiden nächsten Jahren auf vielen Veranstaltungen und in den Medien repräsentieren. „Warmes Wetter wird in den nächsten Tagen dafür sorgen, dass die Spargel-Mengen steigen“, ist sich Kreienbaum sicher. Dann können alle Freunde des edlen Frühlingsgemüses wieder nach Herzenslust schlemmen.

Text und Bilder: Spargelstrassse NRW. Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten.

Weitere Informationen und Bilder der Saisoneröffnung und der neuen Spargelkönigin NRW können Sie auf der rechten Seite als ZIP-Ordner herunterladen.

Bild: Ministerin Christina Schulze Föcking sticht den ersten Spargel der Saison unter den Augen der Medien, Fachleuten und Gästen, von rechts nach links: Hof-Inhaber Vitus Schulze Wethmar, Fachberater Ralf Große-Dankbar, „Christine I“, Eva Kähler-Teuerkauf, Willy Kreienbaum und Karl Werring.

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2017: Aufregendes Jahr

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Das Jahr 2017 sorgte mit einem ungewöhnlich frühen Start im März und einer Kaltphase im April bei den Spargelanbauern für ein „aufregendes Jahr“. Das bilanzierte Willy Kreienbaum, Vorsitzender Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. mit Rahmen der Mitgliederversammlung in Münster-Wolbeck. „Die großen Mengen dieser extrem frühen Ernte waren kaum zu vermarkten, weder der Handel noch die Verbraucher waren darauf eingestellt“, erklärte Kreienbaum. Für 2018 lässt sich bereits eine Rückentwicklung bei der Verfrühungstechnik feststellen, das ist auch ein bundesweiter Trend, wie Kreienbaum in Münster berichtete. „Wir müssen die Kultur mit Hilfe der Folien, der Sorten und der Bodenverhältnisse in Zukunft noch besser steuern“, meinte er. Die Spätfröste, die bei Äpfeln und Erdbeeren für viele Ausfälle sorgten, hielten sich beim Spargel in Grenzen – einigen Neuanlagen litten jedoch im sehr kalten April.

Spargelanbau unter Folie und die Umwelt – das war auch in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr ein Thema. Allerdings eines das nicht wie in Nord- und Süddeutschland für viel Aufregung sorgte. „Ich empfehle, die Flächen erst ab Mitte oder Ende Januar mit Folien abzudecken, das ist auch aus Sicht der Pflanze fachlich völlig ausreichend“, sagte Kreienbaum. Dank viel Aufklärung in der Öffentlichkeit und dem sensibleren Umgang der Betriebe ist es in NRW bislang gelungen, einen Konsens zum Thema Spargel und Folie zu finden. Der Mindestlohn ist ein weiteres Thema, das den Spargelbetrieben unter den Nägeln brennt – sie sind und bleiben vorerst auf die Saisonkräfte angewiesen weil die maschinelle Ernte des Edelgemüses nach wie vor in den Kinderschuhen steckt. Neue Entwicklungen wurden in Münster vorgestellt, doch bis sie wirklich praxisreif sind, wird noch viel Zeit ins Land gehen. Beim Mindestlohn sorgt nicht nur seine Höhe sondern auch die oft geringe Differenz zu den Tariflöhnen für die festangestellte Belegschaft für Probleme. „Wir brauchen für diesen Bereich politische Lösungen. Ich könnte mir vorstellen, dass das französische Modell bei dem es zwei verschiedene Mindestlöhne für Festangestellte und Saisonkräfte gibt, eine Lösung ist“, meinte Willy Kreienbaum.

168 Mitglieder hat zurzeit die „Spargelstrasse NRW“, das gemeinsame Internetportal der Spargelanbauer an Rhein und Ruhr. Die  Spargelstrasse NRW wird in der Öffentlichkeit immer positiver gesehen, wie Kreienbaum feststellte. Neben der modernen Internetseite ist die Spargelkönigin die wichtigste Repräsentantin der Branche. Die Amtszeit der Bielefelderin „Pauline I.“ läuft im nächsten Frühjahr aus, mehrere Bewerbungen für die Nachfolge werden im Winter vom Vorstand gesichtet.

Mit einem Fachprogramm zu vielen verschiedenen Themen für die überwiegend als Selbstvermarkter agierenden Spargelbetriebe wurde der Tag in Münster zu  einem wichtigen Forum für den fachlichen und persönlichen Austausch untereinander.

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Wir suchen die Spargelkönigin 2018/2019!

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Schön war die Zeit mit „Pauline I.“, der Spargelkönigin NRW 2016/2017. Doch die Amtszeit der Bielefelderin ist leider abgelaufen – die Spargelstrasse NRW sucht deshalb für die Spargelsaison 2018/2019 eine neue Kandidatin.

Wenn Sie eine passende junge Dame im Sinn haben, sollten Sie an folgende Kriterien denken:

Die Kandidatin sollte zwischen 18 und 25 Jahre alt sein, sie muss zwingend mobil sein um auch selbständig Termine wahrzunehmen. Diese Termine finden vor allem in der Saison und dann gern an den Wochenenden statt. Wichtig ist, dass die Kandidatin einen engen Bezug zum Thema hat – am besten wäre es, wenn sie von einem Spargelhof stammt. Darüber hinaus sollte sie keine Angst vor Kamera, Mikrofon und „hohen Tieren“ haben, nicht auf den Mund gefallen sein und offen für Neues sein. Wenn Ihre Kandidatin darüber hinaus noch über Persönlichkeit und Charme verfügt – beides ist in unseren Augen wichtiger als die klassische Schönheit! – sollten Sie uns ihre Adresse unbedingt weiterreichen.

Der Vorstand der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. wird die Wahl treffen. Die Spargelkönigin 2018/2019 wird im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung Anfang April 2018 vorgestellt.

Vorschläge/Bewerbungen bitte an die:

Spargelstrasse NRW; Germaniastr. 53; 44379 Dortmund

Im Auftrag:

Christiane James
Telefon: 02834 984727
Telefax: 02834 984728
E-Mail: its-jam@t-online.de

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NRW-Spargelsaison 2017 in Uedem eröffnet

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Mit einer frisch gestochenen Spargelstange eröffnete Pauline I., Spargelkönigin der Spargelstrasse NRW, heute Vormittag die Saison 2017 offiziell bei Hochwald-Spargel im niederrheinischen Uedem. „Kollegin“ Christina I., Spargelkönigin aus Scherlebeck, einem Ortsteil von Herten, freut sich sichtlich über den Start in die neue Saison. Weil der März extrem warm war, werden bereits seit zwei Wochen die ersten Stangen des edlen Gemüses in Nordrhein-Westfalen gestochen, doch jetzt nimmt der Markt richtig Fahrt auf. „Zum Osterfest Ende nächste Woche wird es frischen Spargel aus allen Regionen in Nordrhein-Westfalen geben“, so die Einschätzung von Willy Kreienbaum, Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. und der Spargelstrasse NRW. Peter Hettlich, vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, erklärte stellvertretend für Minister Johannes Remmel, das der Spargel aus der Region zu 70 Prozent direkt über die Höfe vermarktet wird. Insgesamt wurden im letzten Jahr in Nordrhein-Westfalen 18.170 Tonnen Spargel geerntet. Johannes Frizen, Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, betonte im Pressegespräch die Transparenz in der Vermarktung: „Wenn Sie den Spargel vor Ort kaufen, hat das Produkt im wahrsten Sinn des Wortes ein Gesicht – nämlich das des Verkäufers, der sein Produkt selbst erzeugt hat und selbst vermarktet“.

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Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe – Saison 2016: Gut verlaufen

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Die Saison 2016 verlief aus Sicht der Vereinigung der westfälisch-lippischen Spargelanbauer gut. Das stellte Willy Kreienbaum, Sassenberg-Füchtorf, Vorsitzender der Vereinigung, bei der Mitgliederversammlung Mitte Dezember in Münster-Wolbeck fest.

„Allerdings verlief die Ernte sehr ungleichmäßig“, ist die Erfahrung von Kreienbaum. Nach einem kalten April spielte das Wetter bis zum sehr frühen Pfingsttermin mit, danach sorgte auch der große Regen dafür, dass der Rest der Saison bis zum 24. Juni, dem traditionellen Spargelsilvester, im Sande verlief. Die Preise lagen deutlich über denen des Vorjahres – dieses Preisniveau benötigten die Spargelproduzenten allerdings auch, weil die Ernte des edlen Gemüses nach wie vor aufwendige Handarbeit ist. „Der Mindestlohn war für uns das wichtigste Thema in den vergangenen Jahren“, so Kreienbaum.

Mit den Wahlen zum Vorstand wurde die Mitgliederversammlung geschlossen. Mit Fritz Borgmeyer, Dissen, stellte sich das Vorstandsmitglied der ersten Stunde und bis dato der Stellvertreter im Gremium, nicht mehr zur Wahl. Dr. Peter Komp, ehemaliger Geschäftsführer der Vereinigung, zeigte Borgmeyers Engagement für den Spargelanbau im Lande in einer Laudatio auf. Hans-Josef Brautmeier, Delbrück, wurde als neues Vorstandsmitglied einstimmig gewählt. Ebenfalls einstimmig wurde Matthias Kleiner, Bocholt, für weitere drei Jahre in seinem Vorstandsamt bestätigt.

Bevor allerdings die Fachvorträge starteten, freute sich die Präsidentin des noch jungen, verschmolzenen Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen, Frau Eva Kähler-Theuerkauf, die Spargelanbauer in diesem Jahr das erste Mal begrüßen zu dürfen. Die bekennende Spargelliebhaberin lobte vor allem die vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit, die durch die Spargelstrasse NRW geleistet wird und die natürlich durch die Spargelkönigin NRW eine großes Präsens beim Verbraucher und in der Presse zeigt. Sie versprach, sich für Interessen und Anliegen der Anbauer einzusetzen, um gemeinsam mit dem Gartenbau in NRW eine schlagkräftige, zukunftsorientierte und langfristig finanzierbare Verbandstruktur zu formieren.

Die Anforderungen für Kassen ab Januar 2017 und der Rationalisierung des Anbaues unter Folien waren Themen des Spargelseminars, die von vielen Zuhörern der gut besuchten Veranstaltung aufmerksam verfolgt wurden, so wie die vielen Fragen zu diesen Themen bewiesen. Mit aktuellen Versuchen und Informationen aus der Beratung, vorgestellt von Ralf Große-Dankbar und Carsten Wenke, den beiden Spargel-Spezialberatern der Landwirtschaftskammer NRW, sowie einem Rückblick in die Kulturgeschichte des edlen Gemüses und einer Einschätzung zum derzeitigen Stand beim Grünspargel, bot der Tag in Münster-Wolbeck viele neue Denkanstöße.

Bild: Der Vorstand der westfälisch-lippischen Spargelanbauer verabschiedet mit Fritz Borgmeyer, Mitte, ein engagiertes Mitglied der ersten Stunde. Von links nach rechts: Mathias Brauckman-Berger, Vorsitzender Willy Kreienbaum, Dr. Peter Komp, ehemaliger Geschäftsführer, der die Laudatio hielt, Dirk Buchmann, Geschäftsführerin Anke Knaup, Rainer Hollenbeck und Hans Josef Brautmeier als neues Vorstandsmitglied.

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Spargelsaison endet am 24. Juni – Genießer decken sich jetzt noch ein

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„Kirsche rot, Spargel tot“ weiß der Volksmund. Damit spielt er auf den sogenannten „Spargelsilvester“ am Johannistag, den 24. Juni an. Traditionell wird an diesem Tag der letzte Spargel gestochen damit sich die Pflanze für den Rest des Sommers erholen kann.

Spargel gehört botanisch gesehen zu den Stauden. Nach dem 24. Juni lässt man die edlen Stangen wachsen – im Sommer sind sie dann bis zu 2 m hoch und erinnern an hellgrüne Tannenbäume. Gleichzeitig schöpft die Pflanze in dieser Zeit die Kraft, die sie braucht um im nächsten Frühjahr wieder viele der weißen Stangen zu bilden, die Gourmets so schätzen. In Nordrhein-Westfalen war die Spargelernte in diesem Jahr nach Information der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen leicht unter dem Durchschnitt. Der doch recht kalte April und der viele Regen, der für die Abkühlung des Bodens sorgte, sind für diese Bilanz verantwortlich. Dank der aktuell guten Temperaturen gibt es jetzt aber genug Spargel in sehr guter Qualität – jetzt ist die richtige Zeit um sich für die kommende lange Durststrecke ohne Spargel zu bevorraten. Geschälter Spargel lässt sich ganz einfach einfrieren. Und dann kann man den „Held vom Feld“ mit gutem Gewissen auch nach der Saison noch genießen.