AMI: Verbraucherpreise
für Spargel erreichen saisonübliches Niveau
Mit Anstieg der
Temperaturen konnte heimische Ernte erhöht werden
(AMI) Lange Zeit
war Spargel in der Saison 2010 für die Verbraucher in Deutschland
teurer als im Vorjahr. Nach Ergebnissen aus dem Verbraucherpreisspiegel
der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) kostete deutscher
Spargel im Durchschnitt aller Geschäftstypen gerade im
Mai, der eigentlichen Hochphase der deutschen Spargelsaison,
bis zu 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings waren die
Vorzeichen auch gänzlich andere. Durch die anhaltenden
niedrigen Temperaturen fiel das Angebot viel kleiner aus als
2009.
Inzwischen kann der
Markt bei höheren Temperaturen wieder mit ausreichenden
Mengen versorgt werden. Anders als im Vorjahr, in dem Spargel
zum Ende der Saison knapp wurde, bieten sich in diesem Jahr
bis zum 24. Juni noch preisgünstige Einkaufsmöglichkeiten
für alle, die ihren Appetit auf Spargel bislang noch nicht
stillen konnten. Gerade jetzt, Mitte Juni, bietet es sich an,
noch einmal frischen deutschen Spargel direkt beim Erzeuger,
auf dem Wochenmarkt oder auch in den Supermärkten zu verbraucherfreundlichen
Preisen einzukaufen.
Bereits in der 22. Woche war Spargel für die Verbraucher
deutlich günstiger geworden, und es ist gut möglich,
dass die 23. Woche (ab dem 7. Juni) den niedrigsten Verbraucherpreis
in dieser Saison bereithält.
10.6.2010
Farina
Frantzen ist Spargelkönigin 2010/2011
Farina Frantzen,
20 Jahre jung, hat sich schon seit einigen Jahren dem Spargel
verschrieben. Beratung zu und Verkauf von Spargel und auch Erdbeeren
hat sie in ihrer Heimatstadt Rödinghausen lieben gelernt.
"Es macht mir einfach Spaß in der Sommersaison mit
den Genießern des Landes mein Faible für das Königliche
Gemüse zu teilen".
Und Farina Frantzen weiß, wovon sie spricht. Sie hat die
Fachhochschulreife in Ernährung und Hauswirtschaft absolviert
und studiert derzeit? Oecotrophologie an der Fachhochschule
in Münster. Selbstbewusst freut sie sich auf die neuen
Aufgaben als Repräsentantin der NRW-Spargelanbauer, die
ihr durch vorangegangene Promotionsauftritte für Modefirmen
nicht unbekannt sind.
Die
Jury - die in der Endausscheidung die Qual der Wahl zwischen
den einzelnen Bewerberinnen hatte - war sofort von ihrer Ausstrahlung
und ihrem Fachwissen als Ernährungsexpertin überzeugt
und stimmt einhellig für Farina als neue Spargelkönigin-NRW.
Die derzeit 150 Mitgliedsbetriebe
der Spargelstrasse-NRW sind sich sicher, dass sie in Farina
Frantzen eine würdige "Hoheit" gefunden haben,
die in den Jahren 2010 und 2011 ihr Wissen und ihre Leidenschaft
für das "Königliche Gemüse" in den
Dienst der Spargelanbauer und der Spargelgourmets stellen wird.
Das Interesse ist groß: Der Terminkalender für die
20jährige Spargel-Repräsentantin ist für 2010
bereits gut gefüllt. Dabei gehören Spargelfeste, überregionale
Veranstaltungen aber auch Fernsehauftritte zum Programm.
Die offizielle Ernennung
der Spargelkönigin NRW fand im Rahmen der Saisoneröffnung
am 22. April 2010 durch Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg
in Dortmund statt.
149 Mitgliedsbetriebe
begrüßen Genießer auf der
Spargelstrasse-NRW
Saisoneröffnung
mit Minister Eckhard Uhlenberg und der 3. Spargelkönigin-NRW
Farina Frantzen
Landwirtschaftsminister
Eckhard Uhlenberg und die neue Spargelkönigin NRW - Farina
Frantzen - haben am 22. April in Dortmund in den Wirtschaftsschulen
für Hotellerie und Gastronomie (WIHOGA) die Spargelsaison
2010 eröffnet.
Die kalte Witterung hat ihre Spuren hinterlassen. Während
im vergangenen Jahr schon Anfang April reger Betrieb auf den
Höfen herrschte, läuft in diesem Jahr die Saison erst
langsam an. Dabei zeigte sich aber auch schon zu Beginn der
Saison: Das in 2005 mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums
NRW ins Leben gerufene Projekt "Spargelstrasse-NRW"
hat sich für die Verbraucher bereits ausgezahlt. Waren
es 2005 noch 45 Mitgliedsbetriebe so präsentieren sich
mittlerweile 149 Spargelanbauer aus ganz Nordrhein-Westfalen
innerhalb der Spargelstrasse-NRW . Und hier geht es den Betriebsinhabern
nicht nur um Informationen über den Anbau des "Königlichen
Gemüses", sondern die Verbraucher haben die Möglichkeit,
sich in persönlichen Gesprächen, mit zahlreichen Aktionen
und Veranstaltungen und mit Hilfe dieser Internet-Präsenz
rundum mit dem Thema "Spargel" zu beschäftigen.
. In 2009 haben in nur 8 Wochen über 500.000 Besucher den
Internet-Auftritt für sich genutzt.
Auszubildende
der WIHOGA Dortmund in ihrem Element
"Es ist eine Freude hier zuzuschauen. Eine tolle Schule
mit tollen Auszubildenden". So Minister Eckhard Uhlenberg
bei seinem Rundgang durch die Lehrküche, die vor Eifer
nur so sprudelte. Die jungen Köchinnen und Köche hatten
sich gemeinsam mit Küchenmeister Dommermuth drei verschiedene
Menüs zum Thema "Spargel" ausgedacht. Stundenlang
wurde geputzt, gewaschen, vorbereitet, gekocht. Gekonnt präsentiert
wurde allen Menüs in der Lobby der Schule. Das Lob der
zahlreichen Gäste und Journalisten war sicherlich ein schöner
Lohn für die engagierten Jugendlichen. Alle Rezepte finden
Sie in unserer entsprechenden Rubrik zum Nachkochen.
Spargelsaisonrückblick
2009 für Nordrhein-Westfalen
Die Spargelsaison 2009 startete in NRW nach dem kalten Winter
unerwartet früh in der 15. Kalenderwoche vor Ostern. Die
hohen Temperaturen zu Ostern führten zu schnell ansteigenden
Erntemengen an den Osterfeiertagen. Spargelanlagen, welche in
diesem Jahr mit Dajos- oder Minitunneln verfrüht wurden,
hatten nur einen geringen Vorsprung gegenüber normal verfrühten
Anlagen mit schwarz/weißer Taschenfolienabdeckung.
Unmittelbar nach Ostern waren die Erntemengen schon so hoch
angestiegen, dass aufgrund der noch verhaltenden Nachfrage die
Verkaufspreise für Spargel in der Direktvermarktung als
auch im Handel nach unten tendierten. Eine deutliche Preisanhebung
war im weiteren Verlauf der Saison, trotz zum Teil geringem
Angebot vor den Feiertagen im Mai, nicht mehr oder nur im geringen
Maße durchsetzbar. Die Feiertagsverteilung im Jahre 2009
war durch lange Wochenenden gekennzeichnet und hätte für
die Direktvermarktung und den Handel nicht besser sein können.
Im Vergleich zum rasanten Saisonauftakt war der weitere Verlauf
aufgrund der kühleren Temperaturen hinsichtlich der Erntemengen
sehr ausgeglichen. Qualitätsprobleme wie z.B. Berostung,
Verbräunung und offene Köpfe waren, mit Ausnahme von
einem höheren Anteil an hohlen Stangen zu Beginn der Saison,
deutlich weniger zu beobachten. Erkennbar war, wie auch schon
in den Jahren zuvor, dass Spargel sich immer mehr zum Wochenendgemüse
entwickelt. Diese Tendenz ist auf ein verändertes Einkaufsverhalten
der Kunden aufgrund von zunehmender Berufstätigkeit innerhalb
der Familien und geänderten Lebensumständen (Zunahme
an Einpersonenhaushalte) zurückzuführen.
Die Situation hinsichtlich der Beschaffung von Saisonarbeitskräften
für die Spargelernte war in diesem Jahr deutlich entspannter
als im Vorjahr, zumal die Wirtschaftskrise hierbei wesentlich
dazu beigetragen hat, dass vor allem polnische Erntehelfer wieder
bereit waren in Deutschland zu arbeiten. Lediglich zu Beginn
der Saison kam es, aufgrund des unerwartet frühen Erntestarts,
vereinzelt zu Engpässen bei der Anreise der Erntehelfer.
Für das Jahr 2010 gibt es bei Nordrhein westfälischen
Spargelbetrieben ebenfalls ausreichend Anfragen von Saisonarbeitskräften
für die Spargelernte. In wie weit sich die Ernte des Spargels
weiter mechanisieren lässt, wird in diesem Jahr von den
Spargelberatern der Landwirtschaftskammer NRW Ralf Große
Dankbar und Christian März intensiv untersucht.
Ralf Große
Dankbar