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Hallo Kinder,

auf diesen Seiten findet Ihr einige Informationen rund um leckeren Spargel, die nur für Euch gemacht sind.

Rechts seht ihr das Titelblatt eines Malbuches, das ihr in vielen Betrieben der Spargelstrasse bekommen könnt. Fragt doch bei eurem Besuch auf einem Spargelhof einmal nach. Weiter unten haben wir zwei Rezepte nur für Euch zusammen gestellt. Vielleicht habt ihr ja Lust, mit euren Eltern diese Rezepte einmal auszuprobieren. Wenn Ihr schon einmal anfangen wollt zu malen, dann klickt das Bild unten an und schon könnt ihr eine Malvorlage ausdrucken.

Spargel - vom Feld auf den Teller

Hast Du schon einmal die Hügel gesehen, die auf manchen Feldern ganz ordentlich nebeneinander aufgereiht sind? Manchmal sind sie auch mit weißer oder schwarzer Folie bedeckt. Diese Erdhügel nennt man Spargeldämme.
In diesen Dämmen versteckt warten den ganzen Winter über Spargelstangen darauf zu wachsen.
Das können sie aber erst, wenn es in den Hügeln warm genug ist. Im Frühling ist es endlich soweit. Aus einer Riesenwurzel unter der Erde wachsen die einzelnen Spargelstangen nach oben. Und da der Spargel in der Erde wächst, bekommt er kein Licht und keine Sonne ab. Deshalb bleibt er auch so schön weiß.

Spargel gibt es schon ganz lange

Schon vor 2500 Jahren nutzten Chinesen Spargel als Heilpflanze. Und auch die Römer liebten diese Gemüseart sehr. Sie beschäftigten sich damit, wie man den Spargel am besten anbaut. Vor kurzem haben Forscher bei Ausgrabungen in Trier sogar ein römisches Preisschild gefunden. Daher wissen wir, dass Spargel schon vor 1800 Jahren verkauft wurde.

Spargel muss man suchen

Spargel wächst also unter der Erde. Um ihn zu finden, gehen die Spargelstecher ganz früh morgens auf die Felder. Sie sehen sich die Dämme genau an. An einigen Stellen ist die Erde ein wenig aufgebrochen. Dann wissen sie, dass dort eine Spargelstange kurz davor ist, ans Licht zu kommen.
Mit der Hand streichen sie den Sand ein wenig zur Seite. Sie stechen dann die Spargelstange mit einem speziellen Spargelmesser ab. Dabei muss man ganz vorsichtig sein und aufpassen. Die Spargelstange soll ja nicht zerbrechen. Danach wird das Erdloch wieder zugeschüttet und die Oberfläche geglättet. So können die anderen Spargelstangen in Ruhe weiter wachsen.

Spargel besteht fast nur aus Wasser
Wusstest Du, dass so eine Spargelstange zum großen Teil aus Wasser besteht? Und das sie sehr gesund ist, ganz viel Vitamin C und dabei ganz wenig Kalorien hat? Weil er so weiß ist, nennt man ihn auch „Bleichspargel“. Es gibt aber auch grünen Spargel. Der wächst über der Erde. Durch die ständige Lichteinwirkung erhält dieser Spargel seine kräftige grüne Farbe.

 

 

 

So sieht eine Spargelpflanze unter der Erde aus. Für Dich haben wir eine ausgegraben.







Hier siehst Du, wie eine Spargelstange aus der Erde lugt. Aber ganz soweit guckt sie normal nicht heraus, wenn sie gestochen wird.

Wir haben für das Foto ein wenig gemogelt, damit Du es besser erkennen kannst.

 

 

 

Spargel mag keine Sonne

Die Spargelstecher arbeiten nur ganz früh morgens und dann erst abends wieder, denn der Spargel kann die Sonne nicht gut vertragen. Erstens soll er ja schön weiß bleiben und zweitens trocknet er durch die Wärme der Sonne schnell aus.

Nach der Ernte werden die Spargelstangen zum Waschen und Sortieren gebracht. Sortieren kann man die Spargelstangen mit der Hand, dabei wird der Spargel in dicke und dünne Stangen eingeteilt. Viele Spargelbauern haben eine ganz spezielle „Spargelsortiermaschine“. Das geht schneller. Anschließend werden die Spargelstangen in Eiswasser auf etwa 2°C herabgekühlt. So bleiben sie länger frisch.

 

 

 

Spargel gibt es nur 8 Wochen im Jahr

Spargel wächst nur von April bis zum Juni. Am 24. Juni wird zum letzten Mal Spargel gestochen.

Diesen Tag nennt man auch „Spargelsilvester“. Die Spargelernte ist vorbei. Jetzt muss sich die Spargelpflanze unter der Erde ausruhen, damit sie im nächsten Jahr wieder wachsen kann.

 

 

 

 

Spargel muss man schälen

Hast Du schon einmal Spargel gegessen? Dann weißt Du sicher auch: Die Schale ist hart und schmeckt nicht. Der Spargel muss geschält werden. Für zu Hause gibt es kleine Spargelschälmesser.

Aber man kann den Spargel auch schon geschält kaufen. Dafür haben sich die Spargelbauern eine Spargelschälmaschine ausgedacht, die du rechts auf dem Foto siehst Sie schält den Spargel ganz automatisch. Kennst Du einen Spargelbauern? Dort kannst Du Dir diese Maschinen einmal anschauen. Das ist wirklich spannend! Geschält wird nur die Stange aber nicht das obere Ende. Das mag der Spargel nicht.

 

 

 

Besuch auf einem Spargelhof

Wenn Du einen Spargelhof besuchen möchtest und nicht weißt, wo ein Spargelbauer zu finden ist,
dann schau doch mit Deinen Eltern auf dieser Internet-Seite nach. Dort findest Du eine Liste mit Adressen. Viele Betriebe veranstalten auch richtige Spargelfeste und laden Kinder zu einem Besuch ein. Vielleicht könnt ihr ja auch eine Radtour machen und dabei einen Spargelhof besuchen.

Spargel soll quietschen

Du kannst den Spargel direkt auf dem Hof kaufen. Die Spargelstangen liegen in verschiedenen Kisten und Du kannst zwischen dicken und dünnen Stangen wählen. Ganz frischer Spargel schmeckt am besten. Teste ihn doch mal: Nimm einfach zwei Stangen und reibe sie aneinander. Quietscht er, dann ist der Spargel superfrisch und lecker. Bitte frage vorher die Verkäuferin um Erlaubnis! Hier noch ein Trick: Wenn ihr den Spargel erst nach ein oder zwei Tagen essen wollt, dann wickelt ihn in ein nasses Tuch und legt die Portion in den Kühlschrank. So trocknet er nicht aus und schmeckt
immer noch frisch.

In den meisten Bauernhofläden gibt es neben Spargel auch noch viele andere leckere und frische Dinge zu kaufen. Schau Dich einmal um, was Dir besonders gut schmeckt. Vielleicht magst Du ein
bisschen Schinken und eine leckere Soße dazu? Oder die neuen Erdbeeren und selbst gemachte Marmelade wecken Deinen Appetit. Die Auswahl ist groß.

 

Spargel-Rezepte extra für Dich

Weißt Du wie Spargel zubereitet wird? Mann kann ihn auch roh essen, aber meistens wird er gekocht. Es gibt ganz viele verschiedene tolle Rezepte. Zwei findest Du weiter unten auf dieser Seite. Die kannst Du sicher mit Deinen Eltern gemeinsam ausprobieren.

Versuch doch einmal eine Spargel-Pizza mit leckerem Schinken. Besonders lecker sind auch Spargelkuchen, Spargelmuffins oder Spargelstangen ohne alles nur mit ein wenig Butter. Mit ein bisschen Übung bekommst Du das bestimmt auch ganz alleine hin.

Wenn Ihr selber ein tolles Rezept habt, das Ihr uns schicken möchtet (an die Redaktion), dann gibt es sogar Spargel zu gewinnen. Die Spargelbauern freuen sich, wenn Du sie mal besuchst.

Wir wünschen Dir auf jeden Fall viel Spaß!

 

Spargelpizza

Zutaten für 4 Portionen:
Für die runde Backform (26 cm):
etwas Butter
Für den Teig:
250 g Mehl
150 g kalte Butter (Butterflöckchen)
1 Ei
½ TL Salz

Für den Belag:
1 kg weißer Spargel
200 g Salami (Würfel)
2 Tomaten (Scheiben)
200 g grüne Erbsen (frisch oder tiefgefroren)
100 g geriebener Allgäuer Emmentaler oder Gouda
1 bis 2 EL Pizzagewürz

Und so wird es gemacht: Lass Dir bei
schwierigen Sachen von Deinen Eltern helfen.


Stelle alle Zutaten bereit. Fette die Backform mit Butter ein.
Verknete Mehl, Butterflöckchen, Ei und Salz schnell zu einem glatten Teig.
Stelle den Teig als Kugel in Frischhaltefolie 30 Min. in den Kühlschrank.


Wasche den Spargel und schäle ihn von oben nach unten. Schneide die unteren Enden ab. (Holzige Stellen vollkommen wegschneiden!) Schneide die Spargel- stangen in 3 cm große Stücke. Koche ca. 1 ½ Liter Wasser mit 1 TL Salz und 1 TL Zucker auf. Gebe die Spargelstücke hinein und lasse sie 8 Min. (bissfest) kochen. Nehme die Spargelstücke heraus und tupfe sie mit Küchenpapier trocken. Heize den Backofen vor (Ober-/Unterhitze: etwa 200°C , Heißluft: etwa 180°C). Rolle den gekühlten Teig aus und lege ihn in die runde Backform. Drücke den Teig am Rand leicht hoch.

Belege den Teig mit Spargelstücken. Verteile die Salamiwürfel und die Tomatenscheiben auf den Spargel. Streue nun die Erbsen, Käse und Pizzagewürz darüber. Schiebe das Blech in den Backofen – in die 2. Schiene.

Backzeit: etwa 20 bis 30 Minuten.

 

Spargelmuffins

Ergibt 12 Muffins
Für das 12er-Muffin-Backblech:

etwas Fett

Für den Teig:
500 g weißer Spargel
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
125 g Crème-fraîche-Kräuter
100 ml Speiseöl
1 TL Salz
2 Eier (Größe M)
100 g roher Schinken (Würfel)

Für die Soße:
125 g Crème-fraîche-Kräuter
1 TL französischer Senf
etwas Salz

Und so wird es gemacht: Lass Dir bei schwierigen Sachen von Deinen Eltern helfen.

Stelle alle Zutaten bereit. Fette die Mulden im Muffin-Backblech. Wasche den Spargel und schäle ihn von oben nach unten. Schneide die unteren Enden ab. (Holzige Stellen vollkommen wegschneiden!) Spüle den Spargel kalt ab und lasse ihn abtropfen. Schneide ihn in 2 cm große Stücke.
Heize den Backofen vor (Ober-/Unterhitze: etwa 200°C, Heißluft: etwa 180°C).

Mische das Mehl mit dem Backpulver und siebe das Ganze in eine Rührschüssel. Füge Crème-fraîche-Kräuter, Öl, Salz und Eier hinzu. Rühre diese Zutaten mit einem Handrührgerät (Knethaken – anfangs niedrigste Stufe) zu einem glatten
Teig. Gib die Spargelstücke und die Schinkenwürfel dazu. Verrühre alles auf niedrigster Stufe.
Verteile den Teig mit Hilfe von 2 Esslöffeln in die Mulden des Muffin-Backbleches. Schiebe das Blech in den Backofen – im unteren Drittel. Backzeit: etwa 25 Minuten.

Löse die Muffins vorsichtig aus den Mulden. Du kannst sie warm oder abgekühlt servieren.
Verrühre Crème-fraîche-Kräuter mit Senf und schmecke die Soße mit Salz ab. Die Soße wird zu den Muffins serviert.

TIPP: Wenn Du kein Muffin-Backblech hast, kannst Du die Muffins auch in 24 Papierbackförmchen
(je 2 ineinander gestellt) backen.